rotgrüne Diskussionen - es nervt...


Während in Sachsen-Anhalt BSW und Teile der CDU Steigbügelhalter für die #noAfD spielen könnten, könnte unsere Bundeshauptstadt Berlin mit einer progressiven Koalition aus LINKE-GRÜNE-SPD einen spannenden Kontrapunkt setzen.

Aber was passiert? Von allen Seiten wird dieses mögliche Bündnis in die Unmöglichkeit gebrüllt. Mit dem "Berliner Appell für Verantwortung" passiert das nicht nur von der streng konservativen Seite, sondern auch von "alten" Grünen und Sozialdemokrat:innen.

Klar gibt es in der Berliner LINKEN Probleme. Aber in welcher Partei gibt und gab es die nicht? 2014 haben sich in Thüringen unter Bodo Ramelow LINKE, SPD und GRÜNE auf einen nicht perfekten, aber einigermaßen erfolgreichen Weg gemacht. Es war im Vorfeld auch dringend nötig, dass sich die LINKE (erneut) ihrer Vergangenheit stellt und dies klar nach außen kommuniziert. Warum sollte das nicht auch in Berlin möglich sein?

Was erwarten sich gerade die grünen Unterstützer:innen des "Berliner Appells" von einer Koalition mit der CDU? Mit der Partei, die im Eiltempo in Berlin die Verkehrswende behindert und teilweise zurückgeschraubt hat? Wie viel Rückhalt erwartet man sich in der ärmer werdenden "Normalbevölkerung", wenn man sich mit denen zusammen tut, die sich nen Scheiß um den "Pöbel" scheren?

Es gibt in Berlin eine Mehrheit für eine gerechtere Politik gegen das Großkapital und für mehr Support für Menschen mit normalem bis niedrigem Einkommen – ohne Auto und ohne Wohneigentum. Genau das sollten wir unterstützen – ohne die Schwierigkeiten in den Parteien zu ignorieren. Wenn man sich als GRÜNE mit der CDU zusammen tut und dieselben Maßstäbe an diese anlegt wie jetzt an die LINKE, dann muss man über die 4 Stimmen für die AfD im Landtag Sachsen-Anhalt reden. Über den Stopp für neue Stolpersteine in Heidenau. Über die reichliche Zusammenarbeit in Gemeinde-, Stadt- und Kreistagen von der Union und der extremen Rechten.

Liebe Berliner GRÜNE – habt den Mut, euren Weg zu gehen und entscheidet euch, für Berlin eine bessere, soziale und nachhaltigere Alternative zu wählen. Mit der CDU ist das wahrscheinlich nicht zu machen.

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